Geschichte Zukunft politische Bildung Theater Schule Erwachsene
Zeitraum: Mai 2023
Auf einer gemeinsamen Forschungsreise wollen wir dem Porzellan auf die Spur kommen. Was verbirgt sich in ihm? Ist es Alltagsgegenstand – Material – Produkt menschlicher Arbeit – Ware – Symbol des beginnenden Kolonialismus? Welche gesellschaftlichen Beziehungen lassen sich über das Porzellan erzählen? Privat und global? Und was hat der Kapitalismus mit dem Kolonialismus zu tun? In diesem Workshop wird ein Prozess der Sichtbarmachung vollzogen und erlebbar gemacht. Dazu wird exemplarisch das konkrete Objekt, Material und Requisit Porzellan untersucht.
Als erstes widmen wir uns der Alltagswahrnehmung: Wie verwenden wir das Objekt in unserem Alltag? Welche persönlichen Geschichten verbinden wir mit ihm? Auf der zweiten Ebene stellt sich die Frage der Herstellung und damit die Auseinandersetzung mit menschlicher Arbeit und ihren Bedingungen. Die dritte Ebene beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Beziehungen, die in jeder Ware stecken und mit den kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten, die jene bestimmen. Der Workshop ist für Lehrkräfte konzipiert, gleichzeitig sollen Methoden und Inhalte transferierbar für Grundschüler:innen sein. Im Bereich Schule ist die Vermittlung von wissenschaftlicher Neugierde, Methoden und Fakten essenziell und gleichzeitig sehr routiniert. Der Workshop soll im besten Fall eine neue Perspektive auf die Wissensvermittlung geben und zu experimentellen Ansätzen inspirieren.

